16.09.2025 - Friedenskirche

Bleibende Wertschätzung

Auszeichnung: Goldenes Kronenkreuz der Diakonie

Eine Gruppe von Menschen mit der Pfarrerin Dr. Ellen Ueberschär stehen vor dem Altar in der Kirche.© Archiv Stephanus-Stiftung -

Nach der Verleihung kamen die 18 Empfänger*innen des Goldenen Kronenkreuzes für ein Gruppenfoto zusammen (von oben l. n. r.): 1. Reihe: Dr. Ellen Ueberschär, Karin Pfannebecker, Regina Probiesch, Maika Lubitz, Antje Lachmann; 2. Reihe: Gabriele Stern, Susanne Danziger, Kerstin Daun, Conny Pohl, Claudia Prill, Antje Kutschka; 3. Reihe: Frank Nadler, Esther Schneidewind, Susanne Romberg, Volker Milbradt, Monika Reinecke, Birgit Stolz, Andrea Stöckmann, Anke Beckerwerth

Am 25. Juni 2025 füllte sich die Friedenskirche bis in die letzten Reihen und empfing über 80 Kolleginnen und Kollegen, die sich zu einem besonderen Anlass mit musikalischer Begleitung durch den Stephanus-Posaunenchor einfanden – der Ehrung von 18 Mitarbeiter*innen mit dem Goldenen Kronenkreuz der Diakonie. Darunter erstmalig ein Beschäftigter der Werkstätten.

  • Diese Auszeichnung ist kein Orden im klassischen Sinne, sondern ein sichtbares Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjährige Treue und engagierten Einsatz im Dienst am Menschen.
  • Seit 1972 wird das Goldene Kronenkreuz an haupt- und ehrenamtlich Tätige in Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen, in der Regel ab einer Dienstzeit von 25 Jahren, verliehen.
  • Die einmalige Würdigung ist sowohl Wertschätzung als auch fester Bestandteil der Unternehmenskultur der Stephanus-Stiftung.
Bild
Eine Frau mit Brillen, einem weißen T-Shirt und einem blauen Hemd steht vor dem Altar und lächelt.
© Archiv Stephanus-Stiftung

„Seit ich zu DDR-Zeiten bei Stephanus begonnen habe, erinnere ich mich gern an blühende Obstbäume, den besonderen Charme des Geländes und meine erste von zahllosen Runden um den Weißen See. Dann kam die Wende mit Veränderungen und Herausforderungen, trotz all der Wirren hatte ich hier einen sicheren Arbeitsplatz.Dabei bin ich vielen Menschen begegnet. Manche blieben kurze Zeit, andere länger, ein paar für immer. Einige waren mir Inspiration, haben mir eine stetige Weiterentwicklung ermöglicht.In anderen habe ich Freunde fürs Leben gefunden. Voller Dankbarkeit blicke ich darauf zurück.“

Bild
Eine Frau, mit Brillen in einem hellen Oberteil, steht vor dem Altar und schaut in die Kamera.
© Archiv Stephanus-Stiftung

„Als alter Dinosaurier in diesem Job braucht man eine gehörige Portion Glauben und Vertrauen. Glauben, mein Gegenüber will mir eigentlich nur Gutes. Glauben, lass Dinge einfach so stehen wie sie sind und gebe es im Gebet ab, oftmals steht dann die Lösung von ganz allein. Ohne Vertrauen auf sein Team vor Ort ist man verloren. Stephanus ist in den vielen Jahren groß geworden, aufgeteilt in Geschäftsbereiche. Größe birgt aber auch Gefahren, die besonders an der Basis wahrgenommen werden. Die nächste Generation sollte auf das Miteinander achten. Oftmals schaut aus meiner Sicht im Kleinen jede*r auf seinen Geschäftsbereich. So machen wir uns das Miteinander und das Arbeiten vor Ort im eigenen Hause schwer.“

Bild
Ein Mann in einem dunklen Anzug und einem lila Hemd steht vor dem Altar und schaut in die Kamera.
© Archiv Stephanus-Stiftung

„Die Angebote in den Tätigkeitsbereichen haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich an den Bedürfnissen der Menschen und der Gesellschaft weiterentwickelt. Es macht mich stolz zur besseren Lebensqualität und dem Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner beizutragen. Es gibt wohl kaum einen Beruf, bei dem man so viele verschiedene Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Kulturen mit ihren oft besonderen Lebensgeschichten kennenlernen kann. Die Dankbarkeit, die einem entgegengebracht wird, ist meine tägliche Motivation in der Pflege.“

Bild
Eine Frau, mit Brillen, steht vor dem Altar und schaut fröhlich in die Kamera.
© Archiv Stephanus-Stiftung

„Ich verbinde Stephanus und meine Arbeit mit Vielfältigkeit, Entwicklung und Gottvertrauen. Als Besonderheit empfinde ich, den uns anvertrauten Menschen mit den entsprechenden Rahmenbedingungen Raum für Erfahrungen zu schaffen und ihnen ein eigenverantwortliches Leben und Teilhabe zu ermöglichen. Erfahrungen in diesem Beruf muss jede*r selbst machen, Ratschläge zu geben ist schwierig. Das Wichtigste ist jedoch, Vorurteile abzubauen.“

Standort